Er ist glücklich im Schlaffe
Erwünschte Nacht! ihr angenehmen Schatten!
Was vor ein Strahl umzircket mein Gezelt?
Will sich mit mir noch eine Sonne gatten/
Die sich anitzt zu meinem Bette stellt?
Ach Engels-Kind sey tausendmahl willkommen/
Wie bin ich doch so unverhofft beglückt?
Wo hast du denn die Gnade hergenommen/
Daß deine Brust noch meinen Geist erquickt?
Komm lege dich auf dieses sanffte Küssen/
Hier findest du der Liebe Sammel-Platz
Dein Zucker soll mir alle Quaal versüssen
Vergnüge mich du auserwehlter Schatz.
Umarme doch mit wollen weichen Händen
Den heissen Leib/ der sich nach Kühlung sehnt/
Erhebe dich mit deinen zarten Lenden
Schau wie die Lust schon alle Glieder dehnt.
Es sind mein Kind zwar allzu enge Schrancken/
Allein es geht mit süssen Zwang hinein/
Ach Zucker-Kost der kützlenden Gedancken/
Dabey das Marck muß ausgezehret seyn.
Ach laß uns doch die Freude recht geniessen
Bemühe dich und förder ihren Lauff.
Jtzt wird sich gleich der süsse Thau ergiessen
Ach Kind! Ach Schatz! thu deine Muschel auf.
Nur noch einmahl. - - Wie bist du gar verschwunden?
Verfluchter Traum/ der mich so sehr betrügt!
Wo bleiben nun die Anmuhts-vollen Stunden?
Wo ist mein Schatz/ der mir in Armen liegt?
Ach alles ist nur Phantasie zu nennen!
Die führt mich offt auf diese falsche Bahn.
Ach Schönste soll ich stets vergebens brennen?
Was hat dir doch dein treuer Knecht gethan.
Ich seuffze zwar/ alleine gantz vergebens/
Was hilfft die Nacht/ wenn mich die Sonne quält.
Ich sehe schon das Ende meines Lebens/
Wo mich dein Strahl der Liebe nicht beseelt. (S. 52-53)
_____
Was vor ein Strahl umzircket mein Gezelt?
Will sich mit mir noch eine Sonne gatten/
Die sich anitzt zu meinem Bette stellt?
Ach Engels-Kind sey tausendmahl willkommen/
Wie bin ich doch so unverhofft beglückt?
Wo hast du denn die Gnade hergenommen/
Daß deine Brust noch meinen Geist erquickt?
Komm lege dich auf dieses sanffte Küssen/
Hier findest du der Liebe Sammel-Platz
Dein Zucker soll mir alle Quaal versüssen
Vergnüge mich du auserwehlter Schatz.
Umarme doch mit wollen weichen Händen
Den heissen Leib/ der sich nach Kühlung sehnt/
Erhebe dich mit deinen zarten Lenden
Schau wie die Lust schon alle Glieder dehnt.
Es sind mein Kind zwar allzu enge Schrancken/
Allein es geht mit süssen Zwang hinein/
Ach Zucker-Kost der kützlenden Gedancken/
Dabey das Marck muß ausgezehret seyn.
Ach laß uns doch die Freude recht geniessen
Bemühe dich und förder ihren Lauff.
Jtzt wird sich gleich der süsse Thau ergiessen
Ach Kind! Ach Schatz! thu deine Muschel auf.
Nur noch einmahl. - - Wie bist du gar verschwunden?
Verfluchter Traum/ der mich so sehr betrügt!
Wo bleiben nun die Anmuhts-vollen Stunden?
Wo ist mein Schatz/ der mir in Armen liegt?
Ach alles ist nur Phantasie zu nennen!
Die führt mich offt auf diese falsche Bahn.
Ach Schönste soll ich stets vergebens brennen?
Was hat dir doch dein treuer Knecht gethan.
Ich seuffze zwar/ alleine gantz vergebens/
Was hilfft die Nacht/ wenn mich die Sonne quält.
Ich sehe schon das Ende meines Lebens/
Wo mich dein Strahl der Liebe nicht beseelt. (S. 52-53)
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