Epistel an Madame Unger in Berlin
Epistel an Madame Unger in Berlin. [1] Wohl Dir! mir ewig werthes Weib! Geneuß den holden Seelenfrieden, Bey dem, was dir das Glück beschieden: Er würzet jeden Zeitvertreib;
5
Erhöhet den Genuß, geust Balsam in die Wunde,
Die uns in einer bösen Stunde, Die Göttinn des Geschicks voll schwarzer Laune schlug. Mich leider! will sie nicht mehr hören: Bald findt sich dies, bald das, um meine Ruh zu stören,
10
Und nie spricht sie: Es ist genug. –