Elegie auf den Tod eines Jünglings.

by Friedrich Schiller

Banges Stöhnen, wie vor’m nahen Sturme,      Hallet her vom öden Trauerhauß, Todentöne fallen von des Münsters Thurme,      Einen Jüngling trägt man hier heraus:

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Einen Jüngling – noch nicht reif zum Sarge,

     In des Lebens Mai gepflükt, Pochend mit der Jugend Nervenmarke      Mit der Flamme, die im Auge zükt; Einen Sohn, die Wonne seiner Mutter,

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     (O das lehrt ihr jammernd Ach)

Meinen Busenfreund, Ach! meinen Bruder –      Auf! was Mensch heißt, folge nach!

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