Einziges Geschiedensein
by Friedrich Hebbel (1813–1863) · 1907 German
Schlummernd im schwellenden Grün
Liegst du, wo Lüfte dich fächeln!
Mädchen, was spiegelt dies Lächeln,
Spiegelt dies zarte Erglühn?
Ach, wie beschleicht es mit Schmerz
Kalt mir den innersten Frieden!
Gänzlich, wie nie noch, geschieden
Fühlt sich von deinem mein Herz.
Was, wie ein göttlicher Hauch,
Jetzt dich durchzittert, das Leben,
Eh du erwachst, wirds entschweben,
Nimmer erfreut es mich auch. (S. 7)
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