Die Macht des Gesanges

by Friedrich Schiller

      Ein Regenstrom aus Felsenrissen, Er kommt mit Donners Ungestüm, Bergtrümmer folgen seinen Güssen, Und Eichen stürzen unter ihm.

5
Erstaunt mit wollustvollem Grausen

Hört ihn der Wanderer und lauscht, Er hört die Flut vom Felsen brausen, Doch weiß er nicht, woher sie rauscht; So strömen des Gesanges Wellen

10
Hervor aus nie entdeckten Quellen.

      Verbündet mit den furchtbarn Wesen, Die still des Lebens Faden drehn, Wer kann des Sängers Zauber lösen, Wer seinen Tönen widerstehn?

More poems by Friedrich Schiller

All poems by Friedrich Schiller →