Die Gesellschaft

by Christian Felix Weiße

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Die Gesellschaft.

Umringt von Scherz und Fröhlichkeiten Versammelt uns die Freundschaft hier: Entweicht ihr Klagen böser Zeiten Dem Gott der Freuden feyern wir.

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Auch Liebe, du, laß uns alleine:

Wir feyern jezt dem besten Weine. Zwar deine Freuden sind auch süße, Und durch sie wird kein Herz entehrt: Denn junger Schönen sanfte Küße

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Sind unsrer besten Stunden werth:

Doch iezt möchtst du Verächter finden, Und wir, wir fürchten uns der Sünden.

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Komm, holde Freyheit, laß dich nieder!

Du bist die Freundinn von dem Wein:

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Ertönt ihr Chöre froher Lieder,

Ihr muntern Scherze mischt euch ein! Hier trinkt, hier scherzt man fern vom Neide: Wo Bacchus wohnt, da wohnt die Freude.

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