Die Einfalt

by Christian Felix Weiße

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Die Einfalt.

Unter Rosen und Jesminen Fand den letzten Frühlingstag Mops die Chloe, die im Grünen Ueberrascht vom Schlummer lag:

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Weste spielten mit dem Kleide,

Und des Busens leichten Flor: Und der Gott der Lieb und Freude Guckt aus jedem Strauch hervor. Mops wirft neben ihr sich nieder,

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Kneipt sie, bis er sie geweckt:

Sie seufzt, schmählet, seufzet wieder, Fragt, warum er sie erschreckt? „Weißt du, was du mir versprochen?“ Ruft Mops; „jetzund halt es fein!

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Es sind, dünkt mir, schon vier Wochen; – –

Gelt? so lange muß es seyn?“

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Chloe wundert sich der Fragen,

Lächelt ja, und saget: Nein! Ich? versprochen? kannst du sagen!

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Glaube mir, es kann nicht seyn.

O, ruft Mops, wollt ich nur schwören Doch Amynt belauscht uns ja: Gleich sollst du es selber hören; Ja, ich such ihn, warte da.

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Nein, ich will ihn lieber suchen,

Sagte Chloe, warte du, Und sie lief den stillen Buchen, Wo Amyntas weidet, zu. Mops bleibt voll Erwartung stehen;

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Doch, wie lange wartet er?

Man würd ihn noch warten sehen, Wenns nicht Nacht geworden wär.

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