Die Blumen

by Friedrich Schiller

[39] Die Blumen. Kinder der verjüngten Sonne,      Blumen der geschmückten Flur, Euch erzog zu Lust und Wonne,      Ja, euch liebte die Natur.

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Schön das Kleid mit Licht gesticket,

Schön hat Flora euch geschmücket      Mit der Farben Götterpracht. Holde Frühlingskinder, klaget! Seele hat sie euch versaget,

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     Und ihr selber wohnt in Nacht’.

Nachtigall und Lerche singen      Euch der Liebe selig Loos, Gaukelnde Sylphiden schwingen      Buhlend sich auf eurem Schooß.

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Wölbte eures Kelches Krone

Nicht die Tochter der Dione      Schwellend zu der Liebe Pfühl? Zarte Frühlingskinder, weinet! Liebe hat sie euch verneinet,

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     Euch das selige Gefühl.

Aber hat aus Ranny’s Blicken      Mich der Mutter Spruch verbannt, Wenn euch meine Hände pflücken      Ihr zum zarten Liebespfand,

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Leben, Sprache, Seelen, Herzen,

Stumme Boten süßer Schmerzen, [40] Goß euch dies Berühren ein, Und der mächtigste der Götter Schließt in eure stillen Blätter

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     Seine hohe Gottheit ein.

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