Die blühende Nelly

by Robert Burns

Auf blum’gen Bett, am Sommertag,      Im sommerlichen Kleid, Die junge, blühn’de Nelly lag,      Voll Schlaf und Liebesleid,

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Als Willie sie im Wald just fand,

     Er war ihr lang’ schon nachgerannt – Er sah, und wünscht’ und wurde roth      Und bebte wo er stand. Die Aeuglein waren beide zu,

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     Gleich Waffen in der Scheid’,

Ihr Lippenpaar ließ keine Ruh      Der Rose, krank vor Neid. Die Lilien küßten unbewußt,      Des Mädchens schwell’nde, weiße Brust;

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Er sah, und wünscht’ und wurde roth –

     Und fühlte Liebeslust. Und tändelnd spielt der warme Wind      Mit ihrem leichten Kleid; Sanftschlummernd liegt das holde Kind,

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     Ganz Lust und Lieblichkeit;

[34] Und laut den Puls er pochen fühlt,      Und einen heißen Kuß er stiehlt, Dann steht er wieder und wird roth      Von Leidenschaft durchwühlt.

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Und, wie das Rebhuhn von der Brach’

     Entfliehet, leichtbeschwingt, So Nelly, angstvoll, halb erst wach,      Erschreckt von dannen springt. Doch Willie macht’ sich hinterd’rein

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     Und holte sie im Wald bald ein,

Er bat und sprach, sie seufzte, ach!      Und wurde gänzlich sein.

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