Der Wein der Bettler

by Charles Baudelaire

Oft kommt bei einer laterne rotem glanze Beim rasseln des glases · der flamme zuckendem tanze In alter vorstadt irrgängen dumpf und feucht Darin in stürmischer gärung die menschheit keucht:

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Ein bettler des weges der mit dem kopfe schüttelt ·

Der wie ein dichter an mauern rennt und rüttelt · Er nimmt auf die spähenden wächter keine acht · Ergiesst sein herz in eingebildeter macht [148] Erhabne gesetze gebend und eide schwörend

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Die bösen vernichtend die schuldlosen opfer erhörend.

Der himmel ist über ihm wie ein throndach geschmückt · Er ist von dem glanz seiner eigenen würden entzückt – Ja diese leute von häuslichen sorgen gepeinigt Vom alter gemartert und von der arbeit gesteinigt ·

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Entkräftet · unter dem haufen von trümmern geneigt ·

Ein wüstes gewühl das der riesigen stadt entsteigt: Sie kehren mit ihren gefährten in kriegen gemagert Zurück und ein fassgeruch über den ziehenden lagert · Wie fetzen von alten fahnen hängt ihr bart –

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Die banner die blumengeschmückten bogen der fahrt

Erheben sich vor ihnen in festlichem jubel · Sie bringen in glänzendem und betäubendem trubel Von sonne von waffen von pauken und stimmengebraus Dem liebetrunkenen volke die ehre nach haus ..

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So rollt durch die völker · die schwelger in heitren genüssen ·

Der wein sein gold dahin in blendenden flüssen · Er singt in der kehle des menschen was er schon vollbracht Und mit seinen gaben erwirbt er sich fürstliche macht – [149] Den gleichmut zu wiegen und zu verscheuchen den kummer

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Erfand der Herr von reue erfasst den schlummer

Für all die verwünschten die nah an den gräbern sind – Der mensch fand den wein · der sonne geheiligtes kind.

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