Der Prügelheini

by Frank Wedekind

[56] Der Prügelheini Der Prügelheini, der ist mein Mann, Der ist eine Menschenplage; Der prügelt, was er mich prügeln kann Die Nächte sowie die Tage.

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Heut’ Mittag stürzt er noch auf mich los:

„Du bist mir untreu gewesen! Das steht in Buchstaben riesengroß Auf deiner Stirne zu lesen!“ – „Bei Gott, mein Heini, dir blieb ich treu!

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Sonst steht mir nichts auf der Stirne.“ –

Da schwang er seinen Prügel aufs neu: „Dich schlag ich nieder, du Dirne!“ – Und als ich ihm zitternd zu Füßen sank, Ich ärmste von allen Frauen,

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Da warf er mich hin auf die Gartenbank

Und hat mich zusammen gehauen.

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