Der langsame Crispin

by Christian Felix Weiße

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Der langsame Crispin.

Bey heitern Mondenscheine, Erwartete im Hayne Voll Zorn Claudine den Crispin. Wie ärgerte Claudinen

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Die Trägheit von Crispinen!

Denn, eh er kam, gieng halb der Abend hin. Sie wollt ihn nicht mehr sehen, Und hochgelehrt im Schmähen Empfing sie zornig den Crispin.

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Sie weinte, schimpfte, drohte,

Wenn er die Hand ihr bote: Woher du kömmst, schrie sie, geh wieder hin!

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Sein Reden, Bitten, Flehen

Half nichts, sie hieß ihn gehen,

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Dieß währte bis um Mitternacht:

Er bat mit mildern Blicken, Ihn mindstens fortzuschicken: Doch desto mehr schien sie nur aufgebracht. Wohl! sprach er, deinen Willen

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Muß ich einmal erfüllen,

Und drollte nach dem Weinhaus hin: Da fing sie erst von neuen Erbärmlich an zu schreyen: Du gehst, Crispin? Ach bleib Crispin! Crispin!

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