Der heilige Spring (Kämpchen)

by Heinrich Kämpchen

[15] Der heilige Spring *).[1] In den Bergen von Balkhausen, Dort am schönen Ruhraflusse, Quillt ein Born aus dem Gesteine Heute noch mit raschem Gusse. –

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Ueberdacht von Eichenkronen,

Läßt der Quell vom Bergeshange Seine Wasser niederrinnen, Frisch und froh – wer weiß wie lange. [16] Heilig war er einst den Alten,

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Davon gibt die Sage Kunde,

Und durch Weihspruch zauberkräftig Für Gebrestige und Wunde. – Schlug der Kampf den Kriegern Kerben, Traf ein Speerwurf ihre Weichen,

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Trug man sie zum Zauberbronnen

Unter’m Dach der heil’gen Eichen. – Und wenn sie vom Blutverluste Schon zum Tode lagen nieder, Gab ein Trank vom Wunderwasser

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Ihnen doch das Leben wieder. –

Auch den unfruchtbaren Frauen, Deren Hoffen schon zerronnen, Tranken sie von seinem Nasse, Half der kühle, klare Bronnen. –

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So vom heil’gen Spring berichten

Uns die alten Ruhrtalsagen – Selber hab’ ich auch gekostet Schon von ihm in Maientagen. Wenn die Berge ich durchstreifte,

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Um der Vorzeit nachzusinnen –

Mögen lange seine Wasser Noch zur Ruhra niederrinnen. –

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