Der bescheidne Schäfer

by Christian Felix Weiße

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Der bescheidne Schäfer.

Mein Schäfer, ach! der ist bescheiden! Er liebt mich, zärtlich liebt er mich! Der Innbegriff von seinen Freuden, Sagt er mir öfters, sey nur ich:

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Doch bleibt er allezeit bescheiden.

Jüngst ließ die Mutter uns alleine; Was denkst du, ist alsdenn geschehn? Da stand er starr, gleich einem Steine, Guckt in den Hut, und wolte gehn,

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Und ach! wir waren ganz alleine!

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