An den Schlaf

by Johann Wolfgang Von Goethe German

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An den Schlaf.

Der du mit deinem Mohne Selbst Gotteraugen zwingst, Und Bettler oft zum Throne Zum Mädgen Schäfer bringst,

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Vernimm; Kein Traumgespinste

Verlang’ ich heut von dir, Den grösten deiner Dienste Geliebter, leiste mir. An meines Mädgens Seite

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Sizz’ ich, ihr Aug’ spricht Lust,

Und unter neid’scher Seite Steigt fühlbar ihre Brust,

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Oft hatte meinen Küssen

Sie Amor zugebracht,

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Dieß Glück muß ich vermissen,

Die strenge Mutter wacht. Am Abend trifst du wieder Mich dort, o tritt herein, Sprüh’ Mohn von dem Gefieder,

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Da schlaf die Mutter ein:

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Bey blassem Lichterscheinen,

Von Lieb’ Annette warm, Sink’, wie Mama in deinen, In meinen gier’gen Arm.

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