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Christian Hölmann
Das verdrüßliche Lieben
by Christian Hölmann (1677–1744) · 1709 German
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1. Wer dem lieben Sich verschrieben / Ist ein unglücks-kind / Weil sich sehnen Angst und thränen Nur in selbem findt. 2. Alle tage Sind zur plage Dem / der liebt / bestimmt / Nacht und morgen Bringen sorgen / Wenn des feuer glimmt. 3. Manches scherzen Macht dem herzen Folgentlich viel pein / Wenn viel triebe Dieser liebe Ganz zuwieder seyn. 4. Alles lieben Bringt betrüben Sorgen / thränen / noth. Drum so fliehet / Was euch ziehet In dem frühen tod. 5. Ihre gütter Sind ganz bitter Und von myrrhen-art / Ihre blicke Sind vom glücke Thränen zugepaart. 6. Weg o liebe / Deinem triebe Bleib ich allzeit feind; Weil dein schimmer Doch nur immer Zum verderben scheint. (Theil 5 S. 92-93)
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1.
Ich liebe / du liebest / er liebet das lieben;
Was liebet / wird alles vom lieben getrieben …
Ihr sterne mögt euch in die decken
Der nacht und des gewölcks verstecken.
Ich sag‘ es euch, hüllt ja bey zeiten euren schein …
Im garten hat die erste welt geliebt
Und jeden satz der wollust ausgeübt;
Weil wir nun hier in einem garten seyn …
Ich will den Rübezahl aus Schlesien verjagen:
Ich will dir seinen Schatz zum leibgedinge weihn:
Ich will sein zauber-schloß biß auff den grund zerstreun: …
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