Dann

by Richard Dehmel

[117] Dann. Doch als du dann gegangen, da hat sich mein Verlangen ganz aufgethan nach dir ... Als sollt’ich dich verlieren,

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schüttelte ich mit irren

Fingern deine verschlossne Thür. Und durch die Nacht der Scheiben, ob du nicht würdest bleiben, bettelten meine Augen, und –

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Du gingst hinauf die Stufen

und hast mich nicht gerufen, mich nicht zurück an deinen Mund. Vernahm nur noch mit stieren Sinnen dein Schlüsselklirren

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im schwarzen Flur, und dann –

Traum ... bis die Schatten kamen, wo wir im Park zusammen ins bodenlose Wasser sahn.

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