Daß das Weib sich nicht beklage
Ueber Unbeständigkeit;
Daß die Männer wankend werden
In der Liebe, mit der Zeit.
5
Blickt umher in der Natur:
Alles ew’ger Wechsel nur, Muß der Mann in dieser Spur Nicht auch gehen? Seid gescheidt! Seht Ihr Wind und Wolken gehen?
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Ebb’ und Fluth im ew’gen Meer?
Sterne auf- und untergehen Und der Tage flüchtig Heer [84] Weßhalb soll der arme Mann Kämpfen gegen ew’gen Plan?
15
Sei er treu, so lang’ er kann –
Ihr könnt selber ja nicht mehr! –