Bergmanns Los

by Heinrich Kämpchen

[57] Bergmanns Los. Das ist des Bergmanns früher Tod: Er muß im Schacht Tagtäglich scharren um sein Brot In Dunst und Nacht. –

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Ihn hält die mühevolle Schicht

Vom Tage fern, Er mißt das gold’ne Sonnenlicht Und Mond und Stern’. – Wühlt wie der Maulwurf immerfort

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Und scharrt und gräbt

Im Kohlengang, am düstern Ort – Heißt das gelebt? – Oft stürzt auf ihn mit Ungestüm Der Wasserschwall –

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Das Wetter dräut, das Ungetüm,

Der Berge Fall. – So ist sein Leben immerdar Bedrängt, bedroht, Und stets umwittert von Gefahr,

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Von Not und Tod. –

So macht er täglich seine Schicht In Stein und Kluft, Und gräbt beim trüben Lampenlicht Sich selbst die Gruft. –

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So haut er tief im Erdenschoß,

Für sich allein – Das ist des Kohlengräbers Los! Kann’s trüber sein?

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