Aus deinem Auge

by Otto Roquette (1824–1896) · 1852 German

Aus deinem Auge lächelt
Die blaue Sommernacht,
Die still vom Duft durchfächelt,
Der Sterne Traum bewacht.

Du blickst in klarer Bläue,
Die sanft das Herz durchdringt,
Und weißt nicht, was aufs Neue
Sie meiner Seele bringt.

Du weckst mit deinem Kosen
Die Holden die ich mied,
Die Geister meiner Rosen,
Die mir im Lenz verblüht. (S. 189)
_____

More poems by Otto Roquette

  • Abendglocken

    Wie ein Grüßen, wie ein Singen
    Geht mir's innig durch's Gemüt,
    Nah und fern die Glocken klingen, …
  • Abschiedsstrauß

    Den Strauß, den mir mein Schatz geschenkt
    Beim Abschied für den Hut,
    Hab ich mit einem Stein versenkt …
  • Alte Sehnsucht, junges Hoffen

    Alte Sehnsucht, junges Hoffen,
    Alte Lust und neue Qual!
    Und da liegen all sie offen …
  • Das alte Wort

    Du schönes Herz, dir möcht ein Wort ich sagen
    Das Alles spricht,
    Das all mein goldnes Glück sollt' in sich tragen - …

All poems by Otto Roquette →