Auf dem Friedhof
[16] Auf dem Friedhof. Im Reich der Toten will ich mich ergehen, Zum stillen Friedhof lenk’ ich meine Schritte – Wie ist so wohl mir in der Gräber Mitte Nun, wo die linden Frühlingslüfte wehen.
Und ihre Klagen schluchzet Philomele – Und daß dabei auch der Kontrast nicht fehle, Hör’ ich vom Dorfe helles Fiedelklingen. – [17] Dort tanzen sie, die Dirnen und die Buben,
Hier ist zu seinem Ende es gekommen Und ruht sich aus in festverschloss’nen Stuben. – Auch sie, die jetzt hier schlafen bei Zypressen, Sie haben einst gejauchzet und gesungen
Auch jene werden schlafen und vergessen. – Und wahrlich, wenn ich es so recht bedenke, Und müßt’ ich wählen zwischen hier und drüben, Ich wählte mir die stille Ruhstatt hüben,