Aristogeiton
[17] ARISTOGEITON Drei Frühlingstage war ich bang um dich. Ich wußte nichts. Doch ahnte ich – Böses. Schöner Knabe, folgsam der Sünde! Später vergaß ich.
Ich dachte: daß diese Dinge Ewig die gleichen sind! Das ist das Schöne. Daß er dir Gift geschickt hat!
In der Stunde der Scham, Ist schön. Ich mußte doch lachen. Das Gewissen tilgt den Dünkel nicht, Und die Götter müssen uns verdammen.
Furchtbare Frechheit. Einst war mir der Gedanke traurig, Daß diese Dinge ewig die gleichen: Jugend, Sünde, Scham, Verwirrung, Erwachen.
Jugend, Sünde, und: daß du mir all das Erzählen mußtest: folgsam den Göttern, Schöner Knabe, dem Tode entronnen! Wie ich dich liebe!