An einen garnisondienstfähigen Dichter

by Kurt Tucholsky

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An einen garnisondienstfähigen Dichter

Du schlägst die kriegerisch-verstimme Leier, du singst von Haß und Blut und Pulverrauch – und heißt vielleicht nur Gottlob Emil Meier, sanft wölbt sich dir der Zwei-Terrassen-Bauch …

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Du singst vom Sturmangriff, von roten Hosen,

von England-Haß, von Not und Schlachtengraus, vom Panjefeind und von den Erzfranzosen –      Komm raus! Komm einmal raus! Besieh dir das persönlich –

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gewiß: es ist nicht immer ideal,

mitunter gehts im Kriege ganz gewöhnlich und schmutzig zu – besiehs dir nur einmal. Nein! das genügt noch nicht: du mußt es auch erleben, zieh an die schlichte Farbe unsres Graus.

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Mach mit! Wir woll’n dir fünf Mark dreißig geben –

     Komm raus! Vielleicht wirst du dann endlich, endlich lernen: Wer seine Pflicht tut, kämpft und steht und schweigt. Steigt auch der Ruhm der Kameraden zu den Sternen –

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sieh nur, wie lautlos und wie still das steigt!

Doch ziehn wir später einmal (Gott mag wissen, wann das geschieht), zurück, sind Leid und Wirrsal aus: dann, Meier, wollen wir dich gerne missen!      Dann bleib zu Haus!

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