An die Günstigen

by Johann Wolfgang Von Goethe

[12]      An die Günstigen. Dichter lieben nicht zu schweigen, Wollen sich der Menge zeigen. Lob und Tadel muß ja seyn! Niemand beichtet gern in Prosa;

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Doch vertraun wir oft sub Rosa

In der Musen stillem Hain. Was ich irrte, was ich strebte, Was ich litt und was ich lebte, Sind hier Blumen nur im Strauß;

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Und das Alter wie die Jugend,

Und der Fehler wie die Tugend Nimmt sich gut in Liedern aus.

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