Am Rande der Nacht

by Rainer Maria Rilke

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Am Rande der Nacht

Meine Stube und diese Weite, wach über nachtendem Land, – ist Eines. Ich bin eine Saite, über rauschende breite

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Resonnanzen gespannt.

Die Dinge sind Geigenleiber, von murrendem Dunkel voll; drin träumt das Weinen der Weiber, drin rührt sich im Schlafe der Groll

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ganzer Geschlechter.....

Ich soll silbern erzittern: dann wird alles unter mir leben, und was in den Dingen irrt,

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wird nach dem Lichte streben,

das von meinem tanzenden Tone, um welchen der Himmel wellt, durch schmale, schmachtende Spalten in die alten

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Abgründe ohne

Ende fällt …

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