Am goldenen Sonntag
[111] Am goldenen Sonntag. Herrlichkeiten sondergleichen, Schmuck und Pelze, Seidenstoffe, Seh’n wir wieder aufgestapelt Ueberall im reichsten Maße. –
Wildpret, Weine und Geflügel – Was das Herz erfreut, begehret, Lockt durch blanke Spiegelscheiben. – Und der Arme, der die Straßen
Wird magnetisch angezogen Von dem Prunk und von der Fülle. – Dicht, ganz dicht vor seinen Augen Liegt der Ueberfluß gebreitet –
Zwischen ihm und all’ den Schätzen. – Einmal essen, einmal trinken Von dem Schönen, o wie gerne! Einmal auch sich besser kleiden,
Kaufen, kaufen! Wie zum Hohne Tönt der Ruf ihm in die Ohren – Kaufen soll der arme Teufel, Und ganz leer sind seine Taschen. –
Vor den ausgestellten Waren – Und er geht, mit einem Fluche Auf die Satten, auf die Reichen. –