Als er sie das erste mahl küßte

by Benjamin Neukirch


Ich habe / Sylvia / dich einmahl nur geküßt /
Und meynt' ich würde mir mein kranckes herze laben;
O! aber weit gefehlt! ich weiß nicht / wo es ist /
Und glaub / es hat sich gar in deinen mund begraben.
Dann meine krafft ist hin: Ich fühle nichts als glut /
Und stürbe / wenn ich nicht aus liebe leben müste.
Ach! wann ein einzig kuß so grose würckung thut /
Wie solte mir geschehn / wann ich dich zehnmal küßte?
(Theil 1 S. 93)

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