Ach, die Wiege

by Hugo Ball

Drin ich liege,
Tönt wie eine Gambe!
Über mir
Ein Saphir
Schwingt die ewige Lampe.

Deine Brüste,
Ach, du süßeste
Aller Fraun, Marie,
Reichst du, daß das Herz gesunde,
Meinem armen Kindermunde,
Und ich weiß nicht, wie

Mir geschieht, daß deine Arme,
Unberührt von allem Harme,
Sich gleich Engelschwingen
Um die Wiege,
Drin ich liege,
Und sich um mich selber schlingen.

Deiner Augen
Sterne saugen
Meine Seele ein.
Und so tränkest du mich trunken
Und verschenkest dich versunken,
Und so bin ich dein ... (S. 127)
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