Love Poems – Page 656
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3. Verlaß sie, iedoch ohne Loszehlung
Fang unterweilen an umb andere zu seyn: / Durch Eyfer wächset Gunst. Es brent nach unserm Wahn / Ein Feuer in der Qual das andre besser an. … -
4. Schwere mit doppelter Meinung
Wenn es zum schweren kommt, so trenne Hertz und Mund, / An Worten, aber nicht am Halten liegt dein Bund. / Denn Freud ist hier dein Gott, legst du ie Eyd und Pflicht, … -
2. Angst und Hohn der Liebe Lohn
Nihm die Rose von den Dörnern, / Zeige dann den Frühling an: / Nihm die Aehren mit den Körnern, … -
5. Gieb niemals dein Vornehmen in den Tag
Schreib, es erschrickt kein Brief; was man nicht sagen wil / Erlangt darunter offt ein auserkiestes Ziel. / Gieb Zucht und Ehre für: Das Liebste von der Welt … -
6. Erdencke allerhand Schein Gunst zu haben
Erdencke, was du kanst, und mache dich beliebt, / Dis, was ihr wol gefällt, dis ist, was sie dir giebt: / Du fängst sie durch sie selbst. Die Vorsicht und Begier, … -
7. Biß so beständig, als Sie
Das Mägdlein sey dir Wind, und du ihr Wetterhahn, / Wo sie sich wendet hin, da suche gleiche Bahn. / Die Liebe kennt nicht Pein, der Vorsatz macht es blos: … -
8. Trachte so viel nach Furcht, als nach Liebe
Thut dieser recht und wol, darauf sein Vortheil sieht: / Auch hinter schlechter Gunst (du must sie baß erhöhn) / Befinden offte wir viel tausend Furchten stehn. … -
9. Liebe so viel, als zu hoffen
Um Lieb ist lauter Lust, umb Hoffnung lauter Pein. / Wer weiter hofft, als ihm die Liebe weist und giebt, / Der liebt und hofft umbsonst, und wird damit betrübt. … -
10. Liebe eher ohne Liebe, als ohne Genuß
Da Mast und Seegel hin nach Lust und Kurtzweil drehn: / Geh ihnen fleissig nach, sie sind zum ersten scheu, / Die Mägdlein fänget nichts als vorgegebne Treu. … -
11. Biß voller Betrug wieder ein Geschlechte, das gleicher Art ist
Und der Verstellung Schein nihm um dich, wo du bist; / Wird dir ie was vergunt, ein ander ist wie du; / Drumb must du leichte seyn und fertig immer zu. …
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