Unter Schwarzkünstlern

by Christian Morgenstern

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Unter Schwarzkünstlern

Eines Mittags las man:      ‚Pfiffe zu mieten gesucht!      Hundertweis, zu jedem Preis!      Victor Emanuel Wasmann!‘

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Um sechs Uhr kam der erste Pfiff

von einem alten Kohlenschiff. Um acht Uhr waren’s tausend schon. Um neun Uhr eine halbe Million. Victor Emanuel Wasmann schlug

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die Türe zu: Nun ist’s genug!

Hört zu, ihr Pfiffe! Ich habe einen Feind (hört! hört!), der mir des Nachts die Ruhe stört, – auf den sollt ihr marschieren!

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Er hat Gelächter angestellt,

die schickt er nachts mir an mein Bett, da hocken sie auf der Decke,

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mit Flügeln weiß und Flügeln rot,

und krähn und flattern mich zu Tod. –

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Doch alles hat sein Ende.

Die Pfiffe pfiffen wie Ein Mann; empfingen ihren Sold sodann. (Ein Schusterjungenpfiff sogar bot Wasmann sich als Bravo dar.)

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Drauf ließ er sie durchs Ofenloch ..

Doch lange stand er brütend noch, schrieb Zeichen, hob die Hand und schwur, ein schwarzer Meister der Natur ...           * Bald nach diesem ging

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Ein Herr Axel Ring

kurzerhand außer Land- – Wasmann hatte gesiegt.

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