• Die Mutter an ihren Erstgebornen.

    Kämpfend zwischen Tod und Leben,
    Hoch durchglüht von Zärtlichkeit,
    Fühlt’ ich nie das Wonnebeben
    Einer Mutter, so wie heut.

    5 Als ich nach der Jammerstunde,
    Holder Säugling, dich erblickt;
    Als der Schrey aus deinem Munde
    Mich zur Himmelslust entzückt:

    O, da dacht’ ich nicht der Schmerzen,...

  • In ihren kleidern die mit schillern flattern
    Erscheint es dass sie tanzt auch wenn sie geht ·
    Wie eines heilgen gauklers lange nattern
    Die er auf einem stab im takte dreht.

    5 Wie toter sand und wolkenrand der wüsten
    Zu denen fruchtlos menschlich leiden schreit ·
    Wie wellennetze an den meeresküsten
    Entfaltet sie sich ohne achtsamkeit.

    ...

  •   Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen,
    Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an;
    Ich binde mich den heiligen Gesetzen,
    Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
    Es stürzen bald des alten Glaubens Götzen,
    Zieht die Natur mich so mit Liebe an.
    O süßer Tod, in...

  • Die Rose hat ihren Duft verhaucht,
    Dir einen Gruß zu bringen,
    O daß Liebe Zeichen und Worte braucht
    Und möchte nur duften und klingen.

    Die Rose hat ihren Duft verhaucht,
    Dir einen Gruß zu bringen,
    Wenn in dein Gedenken mein Herz sich taucht,
    Wie Duft muß es zu dir dringen.

    Die Rose hat...

  • Himmel und Erde, was wird aus dir!
    Seele des Weibes, was bist du mir,
    Seit mir, wie ich es nie erlebt,
    So daß Herz an dem deinen bebt?
    Ist dieß Quellen und Schwellen, sag,
    Deiner, ist's meiner Pulse Schlag?
    Singen die Lüfte, rauscht das Meer?
    Alles ist Tönen um mich her,
    Die Welt verschwimmt...