O weich geschaffen süßes Frauenherz,
Das in dem letzten Kampf, selbst wenn es bricht,
Doch nur von Segen und Vergebung spricht,
Und lieb gewinnt den herben Todesschmerz.
Das aus dem Hügel, wo die Urne steht,
Als...
Feodor Löwe
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Nur der Schmerz erzeugt die Lieder,
Darum, vielgequältes Herz,
Trage nur gelassen wieder
Diesen neuen Trennungsschmerz!
Klage nicht, daß dieses Scheiden
Dir ein tiefes Leiden bringt!
Singe nur in diesem... -
Wer noch nie ein treues Herz gebrochen,
Hat die Liebe noch nicht ganz empfunden,
Kennet nicht das ruhelose Pochen
Und das Strömen ew'ger Todeswunden.
Einen Abschied für das ganze Leben -
Wer ihn nie mit bleichem Mund... -
Du bist nicht todt, ruhst du im Grabe auch,
Du lebst für mich - mir bist du nicht geschieden;
Du schwebst um mich als duft'ger Frühlingshauch,
Und singst als Nachtigall der Seele Frieden.
Als schöner Stern, als flüchtig... -
Kannst dem Frühling du gebieten:
Keine Blüthen sollst du tragen?
Kannst dem Sprosser du gebieten:
Nicht in Liedern sollst du klagen?
Kannst dem Tage du gebieten:
Heute soll es nimmer tagen?
Kannst dem Sturme du... -
O Tochter Mosis! du schöne Jüdin!
Du Blume aus dem Morgenland!
Weshalb sind deine schwarzen Augen
Stets zürnend von mir abgewandt? -
O stolze Jungfrau! weshalb so grausam,
Und doch dabei so mild zu seh'n!... -
Mein Inn'res hast du umgeschaffen,
Es ward ein and'rer Mensch aus mir,
Du nahmst mein vorig' Herz, das wilde,
Ein neues bess'res dank' ich dir.
Ein Engel hast du meine Schritte
Vom falschen Pfad hinweggelenkt,... -
Wie doch dein liebes süßes Lied
So seltsam mir die Brust durchzieht!
Wie Alphornklang am stillen See,
Beruhigt all' das Heimathweh.
An deiner Wiege sang es dir
Die Mutter einst, jetzt singst du's mir;
Und... -
Könnt' ich umfangen dich in heißer Liebesglut,
Wie tausend Sterne an dem Himmel stehen,
Mit tausend Augen dich, Geliebte, sehen,
Versenken mich in deiner Blicke Flut -
Berauschen mich in deines Athems Wehen,
Die Lippen küssen dir... -
Du hast erkannt, o nur zu gut,
Was ich für dich gefühlt!
Dein Blick war Eis, der meine Glut,
Du hast ihn nicht gekühlt.
Wie von dem Kahn durchpflügt, der See
Die klaren Wellen regt,
Und tief aufseufzend...