Oft faßt mich eine Traurigkeit

Oft faßt mich eine Traurigkeit
In dieser süßen Frühlingszeit,
Bedenk' ich, wie nach wenig Wochen
Die schönsten Blüten sind gebrochen,
Und wie bald alles welkt und schweigt
Und sich erblaßt zum Sterben neigt.

Doch kennet einen Trost mein Herz,
So bald ich blicke himmelwärts: -
Von wo in jedem Jahre wieder
Der Frühling kommt zur Erde nieder,
Da muß er unvergänglich blühn -
Und dahin werd' auch ich einst ziehn!

Collection: 
1902

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