53.
Und daß man letzten Endes einsam ist,
Dies dunkle Wissen, das in Tiefen lauert,
Ist wie Gespenst, das mir am Wege kauert,
Damit mein Schritt sein Mahnen nicht vergißt.
Wenn kühn der Geist erstrebte Höhen mißt,
Wenn Blick in Blick und Herz in Herz erschauert,
Ist doch dies Wissen da, das mich ummauert:
Nur atemlang ist alles Findens Frist.
O welch ein Glück, sich traumlos hinzuschenken,
In andres Dasein eingebettet sein,
Für sich nichts suchen und für sich nichts denken,
Nur blumegleich sich wurzelfest versenken
Und duftend blühn in fremdem Sonnenschein /
Nie mehr verstört / und nie, nie mehr allein!