Nach der Nacht
[45] NACH DER NACHT Laternen, die den Regenabend führen, Haben die Stadt, die glänzende, verraten. Eiweißer Eiter tropft im Lichteratem Der Friedrichstraße, wo sich Dirnen rühren.
Und spritzen einen Blick, der dich begießt. Sie lachen sich das Kleid vom Bauch; du siehst Die Brüste — Krötenbäuche in den Miedern. Du flohst, und Vögel sangen für dich junitags.
Es schlugen Uhren an, weckten das Licht. Doggengebell des Turmuhrstundenschlags. Du öffnest deinen Mund, der ist lichtzahnig. O Wanderungen im Gestein der Stadt!
Es sprudelt aus der Morgenröte sahnig. Du schweigst. Hinter den dunklen Augen ruht Das Hirn vom Krampf der tötenden Arsene. Du lächelst, blickst — und da betritt die Szene