Meine Kindheit

by Friedrich Wilhelm Carové

[333] Meine Kindheit. Als ich noch ein Kindlein war, Hatt’ ich viele Freude; War ohn’ Sorgen immerdar, Lebte in die Weite.

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Blümlein lachten still mich an

Mit verliebten Blicken; Sah im frommen Kindeswahn Sie mir freundlich nicken. Vöglein sprachen oft mit mir,

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Ließen gern sich sehen;

Sagten auch nichts Fremdes mir, Konnt’ sie wohl verstehen. Sternlein waren gar nicht fern, Thäten lieblich winken,

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Und ich glaub’, sie wollten gern

Zu mir niedersinken. Englein kamen auch herab, Konnt’ im Traum sie schauen: Zeigten mir ein Blumengrab

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Und des Himmels Auen.

[334] Aber nun ich größer bin, Ist die Lust verschwunden; Matt und krank ist Herz und Sinn, Kann nicht mehr gesunden.

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Blümlein jetzt verwelket stehn;

Vöglein zog von dannen; Sternlein immer weiter gehn; Englein’s Träum’ zerrannen.