Mädel! mein Mädel!

by Karl Siebel

Blick'st du mich an mit den Aeugelein klar,
Wird mir so seltsam, wie nimmer mir war;
Lächelst so schelmisch und herzig dazu:
All' meine Seele bezaubertest du:
Mädel! mein Mädel!

Blick nicht zur Erde! ich sage es noch:
Sagt' ich es nimmermehr, wahr wär' es doch,
Fragt' ich und sucht' ich im Lande umher,
Keine, die schöner wär', fände ich mehr:
Mädel! mein Mädel!

O du mein Lieb, du mein herziges Kind!
Laß mich dich drücken an's Herze geschwind:
Nehme nicht Himmel und Erde für dich,
Du nur alleine beseligest mich;
Mädel! mein Mädel! (S. 181)

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