LXXXVIII.

by Demeter Dudumi (1856–1899) · 1854 German

LXXXVIII.
So manches Geheimniß im Leben
Hat mir dein Auge entdeckt,
Es hat auch die schlummernde Liebe
In meinem Busen geweckt.

Und als meine Liebe erwachte
Da sah sie in's Auge dir,
Und deines Herzens Gefühle
Erklärte dein Auge ihr.

Und hat sie in Etwas Zweifel,
Befragt sie dein Auge allein,
Und alles, was dieses gesprochen
Geht gleich meiner Liebe ein.

Und droht meiner Liebe Verirrung,
Wenn Nebel und Dämmerung naht,
Dann leuchtet dein Auge wie Sterne
Auf meinem nächtigen Pfad!

D'rum sollte dein Auge sich schließen,
Schließt sich meine Liebe mit ein,
Um nicht aus ihrem Himmel
Dann ausgeschlossen zu sein! (S. 144-145)
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