Epilog zum Kriege
Epilog zum Kriege. Februar 1871 Germania, der Sieg ist dein! Die Fahnen wehn, die Glocken klingen, Elsaß ist dein und Lotharingen; Du sprichst: „Jetzt muß der Bau gelingen,
Gestützt auf deines Schwertes Knauf, Lobst du in frommen Telegrammen Den Herrn, von dem die Herren stammen, Und aus Zerstörung, Tod und Flammen
Nach vier und zwanzig Schlachten liegt Der Feind am Boden, überwunden; Bis in die Stadt voll Blut und Wunden, Die keinen Retterarm gefunden,
Schwarz, weiß und roth! um ein Panier Vereinigt stehen Süd und Norden; Du bist im ruhmgekrönten Morden Das erste Land der Welt geworden:
Mir graut vor dir, ich glaube fast, Daß du, in argen Wahn versunken, Mit falscher Größe suchst zu prunken Und daß du, gottesgnadentrunken,
Schon lenkt ein Kaiser dich am Zaum, Ein strammer, strenger Szepterhalter. Hofbarden singen ihre Psalter Dem auferstandnen Mittelalter,
Durch einen Cäsar, sahst die Sühne Vollzogen auf der Schreckensbühne – Deutschland, gedeihe, wachse, grüne