Die schöne Stadt
[16] DIE SCHÖNE STADT Alte Plätze sonnig schweigen. Tief in Blau und Gold versponnen Traumhaft hasten sanfte Nonnen Unter schwüler Buchen Schweigen.
Schaun des Todes reine Bilder, Großer Fürsten schöne Schilder. Kronen schimmern in den Kirchen. Rösser tauchen aus dem Brunnen.
Knaben spielen wirr von Träumen Abends leise dort am Brunnen. Mädchen stehen an den Toren, Schauen scheu ins farbige Leben.
Und sie warten an den Toren. Zitternd flattern Glockenklange, Marschtakt hallt und Wacherufen. Fremde lauschen auf den Stufen.
Helle Instrumente singen. Durch der Garten Blätterrahmen Schwirrt das Lachen schöner Damen. Leise junge Mütter singen.
Duft von Weihrauch, Teer und Flieder. Silbern flimmern müde Lider Durch die Blumen an den Fenstern.