Die griechische Tonkunst

by Karl Heinrich Heydenreich

Wer hebt auf des Entzückens Schwingen So mächtig zum Olympus mich empor? Hör’ ich nicht ferne Harmonien klingen? Wie wird mir? – Nie gehörte Töne dringen

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Von jenen Höhen her in mein erstauntes Ohr.

Ich seh den Aether sich erhellen; Die Schöpfung schwimmt in neuem Purpurlicht. Ein Jubel steigt, und tausend Stimmen schwellen Die weite Luft, gedrängt in hohe Wellen:

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Wie auf dem Ocean sich Wog’ an Woge bricht.

Schon ziehn herauf der Sänger Heere, Hoch wirbelnd, wie der volle Strom sich hebt, Und immer höher rauschen ihre Chöre: Horch! Sie erheben einer Gottheit Ehre –

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Wer ist sie, die dort hoch am Horizonte schwebt?

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