Die Bauernnoth
I kan má’s unmigli nöt denká, Was d’Herren mit ins no anhöbn. Á Baur soll si wáhrla grads henká, So kám á dient wög vo den Löbn.
Und gleiwohl höbn’s Noiringá an Und thain ins án Toifel áfdringá, Den d’Herrschaft selbm nenná nöt kan. I bsinn mi, i z’brich má ’n Schedl,
I röd aus dá Sach mit mein Gredl, Wie vil hoir mein Ausgab schan macht. Kain Nachbá, kain Amtmann kan’s wissen; Und schau i in’s Büechel, wie’s geht,
Weil’s in dá Latein drinná steht. Mein Huimátel kan i leicht zötn. I mag má kám ’s Traidl dábaun; Is nix, als á ságrischi Frötn;
Ain Gaiß’l; zwen Frischling, söchs Anten Und ’s Peondel is all mein Vámögn. [271] Mag mi und dö Kiná kám gwándten, D’Kostirung und ’s Jahrláhnl göbn.
Fuchzg sánd grads, als wie, we geht da. ’n Haar bringán’s inhá aus Baiern; ’n Lándláhaar káft ins niemd a. Kain Schwabn han i nöt zán vákáfá,
Mi’n Scheitern is nix zun dáláfá Und ’s Heu ist iez á um án Spott. Sinst hat má do gleiwohl mit’n Spinná, Mit Leinwáden, Rupfen und Garn
Jetz sein má da á gstrigelt warn. Drei Stempellahn kosten án Groschen; Und ’s Tueh, dös kain Stempel nöt trait, Is schölmisch und zrissátást d’Goschen,
Sinst habmt diernt án ötlá guet Brüedá In’s Bairland á Kirifahrt than. Á Kráxen Towák trug án iedá; Kain Fueßgehá schrie má nöt an.
Má is kám recht drausten no z’Haag, So thain’s ain schan schinden und heuten; So griffán ain d’Schöring in Sack. [272] Han jungáhait ’s Geign üntágriffá
Hab oft á schens Geldel dápfiffá Und iez leid i Hungá dábei. In Rauhnáchten thát i aft immá Dá Kini Waldhausá sinst wern. –
Kain heiling drei Kinö, kain Stern. Wo nihm i (thuet’s nur ain Christ denká!) Á Geldl her? – Jez brauchát i ains. ’s Stehln ist má vábothen bán Henká
I mueß nur áf’s náchst mit mán Gvadern ’n Schatzgrabáhandl nachgehn. – Leicht schmeißt ins dá Toifl in d’Bladern; Leicht holt er üns gar allö zwen.