Dichterchor
by Karl Siebel (1838–1868) · 1859 German
Im Reich der Schönheit dienen wir,
Da gilt nicht goldner Kronen Zier,
Da strahlt, als himmlisch höchster Schein
Des Weibes reines Menschlichsein!
Drum, wo des Weibes blitzend Aug',
Des schönen Mundes süßer Hauch,
Der holde Gruß uns hoch beglückt,
Da sind zum Schaffen wir entzückt.
In unserm Reich, der Königin
Weih'n wir mit Hoffen Herz und Sinn.
Und wenn sie uns ein Lächeln beut,
So hat sie Lieder ausgestreut. (S. 208)
More poems by Karl Siebel
-
Ein junger Pilger zog durch's Leben hin
Mit rüst'gen Händen und mit frohem Sinn.
Da sah am Weg er eine Rose stehn, …
-
Du bist mir viel gewesen;
In deinem dunklen Blick
Hab' lange ich gelesen …
-
Du schönes Kind! die du am Altar kniest,
Die Liebe suchest und das Leben fliehst,
O mög' dein Gott dir seinen Frieden schenken! …
-
Nun wollen wir singen ein altes Lied,
Ein Lied aus dem Heiligthume,
Wo immer noch blüht, wo immer noch glüht …
All poems by Karl Siebel →