Der Werwolf
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Der Werwolf
Ein Werwolf eines Nachts entwich von Weib und Kind, und sich begab an eines Dorfschullehrers Grab und bat ihn: Bitte, beuge mich!
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Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf und sprach zum Wolf, der seine Pfoten geduldig kreuzte vor dem Toten: ,Der Werwolf, – sprach der gute Mann,
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,des Weswolfs, Genitiv sodann,
,dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt, ,den Wenwolf, – damit hat’s ein End’.‘ Dem Werwolf schmeichelten die Fälle, er rollte seine Augenbälle.
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Indessen, bat er, füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!
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Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte. Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
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doch ‚Wer‘ gäb’s nur im Singular.
Der Wolf erhob sich tränenblind – er hatte ja doch Weib und Kind!! Doch da er kein Gelehrter eben, so schied er dankend und ergeben.