Der Galgenabbruch
[89] Der Galgenabbruch An alte Galge bei’r a Stadt Beschloß man abzutrage; Dieweil der weise Magistrat An neue will aufschlage.
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Baufällig ganz der alte sei
Drum wöll mer ihn verschenke; Weg müeß er auf der Stell’ und glei Er taug nex mai zum henke. Jezt meldt’se halt a Zimmerma
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Und bittet ganz demüthig:
„Ihs Holz halt recht wohl brauche ka Drum sei ma doch so güetig Und geb mir’s – i will g’wiß derfür Mit Dank stets von ui spreche!“
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Drauf sait der Roth: „so nehmt en ihr!
Doch müeßt ern glei abbreche!“ Drauf kommt no oiner, sait, sei Frau Die thä in alz furt scheare Daß ear soll um den Galge au
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Ansueche bei de Heere;
Er lauft aufs Rothhaus voller Neid, Schreit in der Amtsstub drinne: „Dean Galge thät i, froget d’Leut! So guet als (uir) verdiene!“