Der Freund
Von wem soll meine Leier schallen? Wer füllt mit Glut des Dichters mich? Von allen Tugenden, den Seligkeiten allen 0! Freundschaft, wähl’ ich dich.
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Heil dem, der innig dich empfindet,
Die nur in wenig Edlen glimmt; Der unter Tausenden die schöne Seele findet Zur Deinigen gestimmt! Er trotzt der Bosheit unterm Schleier,
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Und ofnem Frevel, als ein Held;
Er, liebend und geliebt, durchschift mit Mast und Steuer Den Ozean der Welt.