Der Freund

by Wilhelm Friedrich Hermann Reinwald

     Von wem soll meine Leier schallen? Wer füllt mit Glut des Dichters mich? Von allen Tugenden, den Seligkeiten allen 0! Freundschaft, wähl’ ich dich.

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     Heil dem, der innig dich empfindet,

Die nur in wenig Edlen glimmt; Der unter Tausenden die schöne Seele findet Zur Deinigen gestimmt!      Er trotzt der Bosheit unterm Schleier,

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Und ofnem Frevel, als ein Held;

Er, liebend und geliebt, durchschift mit Mast und Steuer Den Ozean der Welt.

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