Das ruhlose Thal

by Edgar Allan Poe

[60] Das ruhlose Thal. Einst lächelte ein friedliches Thal, Aus welchem die Leute allzumal Gezogen waren in stürmische Fernen, Nachdem sie zu den gütigen Sternen

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Gefleht, von ihren azurnen Thürmen

Die Blumen im Thal zu pflegen, zu schirmen, In deren Mitte den ganzen Tag Das rothe Sonnenlicht träge lag. Jetzt raschelt es durch den seltsamen Ort

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Ruhlos, rastlos in einem fort.

Alles zittert und schauert, blos Die Lüfte sind ganz bewegungslos. Ach, von keinem Winde geschaukelt, Nicht vom leisesten Zephyr umgaukelt,

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Zucken die Bäume gleich den Fjorden

Im umnebelten felsigen Norden. Ach, von keinem Winde getrieben, Jagen die Wolken und zerstieben [61] Ueber den Veilchen, die dort liegen,

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Ueber den Lilien, die sich dort wiegen,

Die sich wiegen und neigen und schauern, Ueber mystischen Gräbern trauern. Sie schauern: ihre duftenden Seelen Zittern in immer währendem Leide.

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Sie weinen: auf ihrem weißen Kleide

Schimmern die Thränen wie Juwelen.

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