Das Hexenkind

by Wilhelm Hertz

     Das Hexenkind. Die drüben spinnt im Mondenschein      Mit einer schwarzen Spule, Das ist der Hexe Töchterlein      Und meine süße Buhle.

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Da haben wohl das braune Weib

     Noch Engellein entbunden Als sich dem wehgesprengten Leib      Solch süße Frucht entwunden. Es war in der Walpurgisnacht,

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     Wo sich die Hexen schaaren,

Da kam sie durch des Schlotes Schacht      Zu mir an’s Bett gefahren. Ihr weicher, elfenweißer Arm,      Der wollt’ mich fast erdrücken;

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Sie sprach: Mich friert, dein Bett ist warm,

     Willst nicht ein wenig rücken?

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