Auch ein Gedicht?

by Joseph von Eichendorff

[413]  Auch ein Gedicht? (In einem geselligen Kreise bei Gelegenheit einer verlorenen Wette.) Zwischen Acten, dunkeln Wänden Bannt mich Freiheitbegehrenden Nun des Lebens strenge Pflicht, Und aus Schränken, Actenschichten

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Lachen mir die beleidigten

Musen in das Amtsgesicht. Als an Lenz und Morgenröthe Noch das Herz sich erlabete, O du stilles, heitres Glück!

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Wie ich auch nun heiß mich sehne,

Ach, aus dieser Sandebene Führt kein Weg dahin zurück. [414] Als der letzte Balkentreter Steh’ ich armer Enterbeter

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In des Staates Symphonie,

Ach, in diesem Schwall von Tönen Wo fänd’ ich da des eigenen Herzens süße Melodie? Ein Gedicht soll ich Euch spenden:

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Nun, so geht mit dem Leidenden

Nicht zu strenge ins Gericht! Nehmt den Willen für Gewährung, Kühnen Reim für Begeisterung, Diesen Unsinn als Gedicht!

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