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1919 Erich Mühsam 1920

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193. Simon Dach 1876

Auff, ihr meine güldne seiten,
Raffet meinen geist von hier,
Lidia wil neben mir
Über lufft und himmel schreiten,
Ist durch meiner sinnen macht
Auff ein ewigs lob bedacht.

Sie erkennt, daß pracht und jugend...

194. Simon Dach 1876

Mein hertz enthält sich kaum, es wil und muß zerbrechen,
Mein geist geht in der irr' und kennt sich selbst nicht wol,
Weil ich nicht weiß, mein lieb, wenn ich euch werde  sprechen,
Indem ich jetzt so weit von hinnen ziehen sol.

Ihr winde...

196. Simon Dach 1876

Man sagt mir zwar, ich sol dich hassen
Und nicht mehr lieben, wie ich pflag,
So kan ich doch nicht von dir lassen,
Ich fliehe dich auch, wie ich mag.

Wie offt hab' ich mir vorgenommen,
Du soltest mir in meinen sinn,
O...

199. Simon Dach 1876

Mein schönes lieb verließ mit mir,
Ich solt in diesem garten
Ein wenig ihrer warten,
So sitz ich und verschmachte schier.
Wo bleibstu doch, mein süsses leben?
Seum nicht, mein sonnenschein,
Mit äpffeln wart ich dein,...

1er janvier Victor Hugo 1822

Enfant, on vous dira plus tard que le grand-père
Vous adorait ; qu’il fit de son mieux sur la terre,
Qu’il eut fort peu de joie et beaucoup d’envieux,
Qu’au temps où vous étiez petits il était vieux,
Qu’il n’avait pas de mots bourrus ni d’airs moroses,
Et qu’il...

1er janvier Victor Hugo 1844

Enfant, on vous dira plus tard que le grand-père
Vous adorait ; qu'il fit de son mieux sur la terre,
Qu'il eut fort peu de joie et beaucoup d'envieux,
Qu'au temps où vous étiez petits il était vieux,
Qu'il n'avait pas de mots bourrus ni d'airs moroses,
Et qu'il vous...

2. Gisela Etzel 1912

2.
Zuweilen flieg ich fort in einem Schrei,
Den ich in helle Fernen sende /
Und stehe dann und presse meine Hände
Und sehne einen Gegenruf herbei:

Vielleicht daß jenseits jener blauen Höhn
Erhabene und stolze...

2. Amara George-Kaufmann 1888

2.
Es ist ein Ort, da wär' ich
So süß befreit von meinen Trauerlasten;
An Deiner Brust, Geliebter,
Ist dieser Ort, da möcht' ich ruh'n und rasten.

Noch einen andern weiß ich,
Wo Ruhe wohnet; soll sie mir nicht...

2. Albert Möser 1890

2.
Das Herz
O Menschenherz, du bist der Schöpfung Krone!
Was ist wie du so tief und unergründlich?
Dich faßt kein Sinn - Lust, Leid, sie wechseln...

2. Angst und Hohn der Liebe Lohn Daniel von Czepko 1671

Nihm die Rose von den Dörnern,
Zeige dann den Frühling an:
Nihm die Aehren mit den Körnern,
Sage, was der Sommer kan.
Nihm der Trauben süssen Preiß
Sprich darauf, der Herbst ist kommen:
Nihm das Schmeltz Glas von dem...

2. Biß auf den Mund Daniel von Czepko 1671

Alles, was ich seh an dir,
Deiner Stellung, Wonn und Zier:
Deiner Wangen freundlich Lachen,
Wann sie Rosengrüblein machen,
Deiner Augen Schertz und Spiel,
Wann sie sind der Meinen Ziel:
Deiner Lippen lieblich Küssen,...

2. Liebe/ der Poeten Wezz-stein Kaspar Stieler 1660

1.
Warum ich nur von Lieben
die Blätter voll geschrieben/
warum mein Buch verzärtlet lacht:
möcht' einer wundernd fragen.
...

2. Liebes-feuer/ ewige Flammen Kaspar Stieler 1660

1.
Du liebst mich/ Schaz/ Rosille/
mehr als dein eigen Herz/
Mein Wollen ist dein Wille/
mein Wiedersinn dein Schmerz.

...

2. Schönheit gebiert Hochmuht Kaspar Stieler 1660

1.
Filidor lag in dem Schatten/
wo der gelbe Pregel-fluß
durch Prutenens braune Matten
ziehet seinen leisen Guß/
da...

2. Trachte nach Ergetzung, und verlaß alle Melancholey Daniel von Czepko 1671

Weil Ihnen unbewust, wie wol sie sind geliebt.
Dann lencke du dein Schiff vom Trauer Felsen fort
Nach längst gesuchter Ruh an einen Freuden Port.
Wer treu ist, wird ihm falsch. Drumb lieb, und liebe nicht
So hast du nicht Verdruß, wenn dir dein...

20. Gisela Etzel 1912

20.
Von Tagen weiß ich, die wie blaue Flammen
So leicht und licht ins schwere Leben wehen /
Wie Flammen, die vom Auge kaum gesehen
Geheimnisvollem Glutenherd entstammen.

Die Tage sinds, die wie ein Auferstehen
...

20. Albert Möser 1890

20.
Das ist der Lenznacht duftreich-laues Weben,
Es kühlt ihr Hauch, die heiß mir glühn, die Wangen,
Einsames Weh hält starr mein Herz befangen,
Zu Sternen auf muß ich den Blick erheben.

Ob wohl auch dort sich regt...

20. Ernst Schulze 1841

Heimliche Laube des Glücks, dichtgrünendes Blättergewebe,
Welches den spähenden Blick hemmt und den Lauscher betrügt;
Schweigendes Thal in dem sicheren Schoos hochragender Felshöhn,
Das ein Elysium mir öffnete, selig und still;
Rieselnde...

20. Vergessenheit. Des Liebhabers beste Tugend Daniel von Czepko 1671

Dir geschrieben, dir gesungen,
Muß ich doch geseegnen dich,
Weil mein Unglück mich gedrungen.

Bisher hat die treue Hand
Deines Knechtes dich erhaben,
Bisher hab ich dich genannt,
Und gepriesen deine Gaben.

...